Abschiedsbrief an die Drogen
Schon vor einigen Tagen hat ein Rehabilitand in unserem Sucht-Therapiezentrum Die Pfalzburger seinen “Abschiedsbrief (an die Drogen)” erstellt, der für viel Eindruck vor Ort gesorgt hat. Hier soll er nun - natürlich anonym - veröffentlicht werden:
"Liebe Drogen,
vielen Dank, dass ihr für mich da gewesen seid.
Ich habe euch gebraucht – und ihr habt Gebrauch von mir gemacht.
Dank euch war ich weg und konnte dennoch bleiben, mit euch kann ich aber nicht zurückkehren.
Ich habe mich in euch vollkommen verloren.
Heute weiß ich, dass ich nur durch Abstinenz die Möglichkeit habe, ein stabiles Selbstbild aufzubauen und es aufrechtzuerhalten.
Mir ist bewusst, ihr werdet meine Grenzen nicht respektieren.
Selbst wenn ich euch überall blockiere, euch ghoste und eure Nummern lösche – ihr werdet niemals vollständig verschwinden.
Ihr seid für den Rest meines Lebens ein Teil von mir.
Aber ich bin kein Teil von euch mehr."
von anonym, Berlin September 2026